Meson (Wuppertal 1991, Darmstadt 1992)
Event für Zuspielband und sechs Diaprojektoren
von Beate und Franz Martin Olbrisch

Meson war die zweite gemeinsame Arbeit, die die Kompositionen von Franz Martin Olbrisch mit Dia-Projektionen kombinierte. Sechs Kodak-Carousel-Projektoren wurden synchron zur Musik durch ein eigens entwickeltes Programm vom Computer gesteuert und projezierten die Bilder auf zwei gegenüberliegende Wände.

Das Bildmaterial bestand im wesentlichen aus der Kombination und Gegenüberstellung von Fotos alter, verfallener Industrieanlagen, sowie der Hochglanzästhetik der Modefotografie. Die Projektoren waren so im Raum angeordnet, dass der Betrachter gezwungen war, sich ständig in den Lichtkegeln und somit in den Bildern zu bewegen. So entstand bei ihm ein Gefühl des ständigen Im-Weg-seins. Er war dadurch aufgefordert, sich mit der eigenen Position innerhalb des Werkes auseinanderzusetzen.